Der Einbau einer neuen Tür scheint einfach – bis sich herausstellt, dass die Türöffnung nicht zum gekauften Türrahmen passt. Ob Sie nun zum ersten Mal renovieren oder erneut eine Tür austauschen müssen – es ist wichtig zu wissen, was die gängigen Angaben 70, 80 und 90 cm bedeuten und wie man die Türöffnung richtig misst. In diesem Artikel erklären wir die korrekten Türöffnungsmaße für jeden Standard, die Unterschiede zwischen festen und verstellbaren Türrahmen und wie man häufige Messfehler vermeidet.

Was bedeuten die Maße „70“, „80“ und „90“ bei Türen?

Bevor wir ins Detail gehen, erklären wir die Grundlagen: Die Zahlen 70, 80 und 90 cm bezeichnen die nominale Breite des Türblatts, nicht das Gesamtmaß der Türöffnung. Türen mit der Kennzeichnung „80 cm“ haben also ein Türblatt von ca. 80 cm Breite – der einzubauende Türrahmen benötigt jedoch mehr Platz. In der Praxis bedeutet dies, dass eine 70 cm, 80 cm oder 90 cm breite Türöffnung breiter und höher als das Türblatt selbst sein muss – um den Türrahmen, die Montagefuge und eventuelle Justierungen aufzunehmen. Daher entspricht die korrekte Größe der Türöffnung nicht der Türbreite.

Standardmaße für eine 70 cm breite Türöffnung – feste und verstellbare Türrahmen

70 cm breite Türen sind oft die erste Wahl für Badezimmer, begehbare Kleiderschränke oder Räume mit wenig Platz. Die Standardmaße für eine 70 cm breite Türöffnung sind:

  • Breite: ca. 78–81 cm
  • Höhe: ca. 207–210 cm

Warum so viel? Der Türrahmen (insbesondere ein fester) benötigt einige Zentimeter. Bei einem verstellbaren Türrahmen reichen in der Regel 8–9 cm Spielraum aus.

Tipp: Wenn Sie eine 70 cm breite Tür planen, messen Sie die Türnische sorgfältig aus – Öffnungen sind in älteren Gebäuden oft unregelmäßig. Optimale Türöffnung (80 cm) – Unterschiede zwischen festen und verstellbaren Türrahmen

Eine 80 cm breite Tür ist Standard für die meisten Räume und Flure.

Dies ist die gängigste Größe, daher ist es ratsam, sie zu kennen.

  • Fester Türrahmen: Öffnungsbreite 89–91 cm
  • Verstellbarer Türrahmen: Öffnungsbreite 88–89 cm
  • Höhe: 207–210 cm (herstellerabhängig)

Der Unterschied liegt in der Konstruktion: Verstellbare Türrahmen bestehen aus einem „Rahmen im Rahmen“, wodurch die Breite angepasst werden kann, ohne dass mehr Platz benötigt wird. Beim Kauf solcher Türen kann die Türöffnung schmaler ausfallen.

Öffnungsmaße für eine 90 cm breite Tür – was ist zu beachten?

90 cm breite Türen sind bereits geräumig – ideal für Wohnzimmer, Küchen oder Badezimmereingänge mit Dusche. Sie benötigen jedoch eine größere Öffnung:

  • Öffnungsbreite: 98–102 cm
  • Höhe: 207–210 cm

Hinweis: 90 cm breite Türen sind oft schwerer, daher muss der Türrahmen stabiler sein. Das bedeutet, dass sich eine 70 cm, 80 cm oder 90 cm breite Türöffnung nicht nur linear vergrößert – bei 90 cm sollte geprüft werden, ob die Nische tief genug ist und keine Hindernisse (z. B. Rohre, Elektroleitungen) vorhanden sind.

Der Einfluss des Türrahmentyps auf Öffnungsbreite und - höhe

Nicht alle Türrahmen sind gleich. Es gibt zwei Haupttypen:

🔹 Fester Türrahmen

  • Schnellere und günstigere Montage
  • Erfordert sehr genaues Messen
  • Einbauspielraum: ca. 1–1,5 cm pro Seite
  • Gesamtbreite: 2–3 cm

🔹 Verstellbarer Türrahmen

  • Flexibel – passt sich Unebenheiten und Wandstärken an
  • Größerer Einbauspielraum: 2–3 cm pro Seite
  • Moderneres Design

📌 Hinweis: Bei unregelmäßigen Nischen wählen Sie einen verstellbaren Türrahmen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Türöffnung bei einer 80 cm breiten Tür mindestens 93–96 cm breit ist.

Regeln zum Messen einer Nische – wie vermeidet man Fehler?

Messen ist unerlässlich! Messen Sie auf drei Ebenen: oben, in der Mitte und unten. Wände sind oft uneben, und die Öffnung ist kein perfektes Rechteck.

Wie misst man richtig?

  1. Breite: Messen Sie von der Innenkante einer Wand zur anderen – auf drei Ebenen. Nehmen Sie den kleinsten Wert.
  2. Höhe: Messen Sie vom Boden bis zum Türsturz – ebenfalls an drei Punkten (links, Mitte, rechts). Nehmen Sie den kleinsten Wert.
  3. Tiefe: Messen Sie die Wandstärke – sie kann an verschiedenen Stellen variieren.

❌ Fehler Nr. 1: Nur an einer Stelle messen.

✅ Lösung: Messen Sie an mehreren Punkten und notieren Sie alle Werte.

Einbautoleranzen – Wie viel Spielraum sollte ich lassen?

Für den Türeinbau wird Spielraum für die Montage des Dämmmaterials, die Ausrichtung und eventuelle Justierungen benötigt. Faustregel:

  • Breite: Addieren Sie 2–5 cm zur Türrahmenbreite.
  • Höhe: Addieren Sie 2–4 cm zur Türrahmenhöhe.

Messen Sie die Öffnungshöhe – 206 cm oder 207,5 cm?

Das ist eine häufige Verwechslung! 206 cm ist ein alter Standard, aber die meisten modernen Türrahmen sind 207,5 cm oder 208 cm hoch.

Warum ist das wichtig?

Wenn Ihre Öffnung genau 206 cm hoch ist, passt ein Standard-Türrahmen nicht. Die Tür muss gekürzt werden, was ihre Stabilität beeinträchtigen könnte.

Was tun?

  • Messen Sie die Öffnungshöhe genau (vom Boden bis zum Sturz, ohne Zierleisten!).
  • Ist Ihre Höhe geringer als 207 cm, suchen Sie nach einem Türrahmen, der gekürzt oder die Öffnung angepasst werden kann (z. B. durch Entfernen eines Teils des Sturzes).

✅ Ideale Öffnungshöhe: 209–211 cm – dies bietet ausreichend Platz für Bodenbeläge (z. B. Fliesen, Parkett) und Montageschaum.

Zusammenfassung: Wie plant man die richtige Türöffnungsgröße?

  • Die Zahlen 70, 80 und 90 cm beziehen sich auf die Breite des Türblatts, nicht auf die Öffnung.
  • Addieren Sie zur Rahmenbreite 4–6 cm Breite und 2–4 cm Höhe.
  • Ein verstellbarer Türrahmen benötigt weniger Platz als ein fester.
  • Messen Sie die Öffnung immer an drei Punkten – Wände sind selten perfekt.
  • Vermeiden Sie Öffnungen unter 207 cm – moderne Türrahmen sind höher.

📌 Wichtig: Korrektes Messen ist für den Erfolg beim Türeinbau entscheidend. Messen Sie vor dem Kauf eines Türrahmens die Türöffnung sorgfältig aus, notieren Sie sich alle Maße und fragen Sie im Zweifelsfall einen Fachmann.

Bereit für die Renovierung? Jetzt wissen Sie, welche Türöffnungsmaße Sie für 70, 80 und 90 cm breite Türen vorbereiten müssen – ohne unnötigen Stress und nachträgliche Anpassungen.